Die Hochwasserpartnerschaft Untere Saar wurde am 5. Juni 2013 in Merzig mit dem Motto "Gemeinsam gegen Hochwasser - Bewusstsein schaffen, Vorsorge treffen, Gemeinsam handeln" gegründet. Nach Auflösung der Hochwasserpartnerschaft "Dreiländermosel" werden die Gemeinden Perl, Saarburg-Kell und Konz ebenfalls dazu gezählt und die Hochwasserpartnerschaft "Untere Saar - Obermosel" genannt.

Die Hochwasserpartnerschaft erstreckt sich von der Obermosel, der luxemburgischen Grenze, über die Saarmündung die Saar aufwärts bis zu den Einzugsgebieten von Bist und Bommersbach (Gemeinden Wadgassen, Bous und Schwalbach).

Moderator der Hochwasserpartnerschaft ist Herr Kiefer, Bürgermeister der Gemeinde Mettlach.

Ansprechpartner und zuständig für alle organisatorischen Fragen ist das HPI .

 

Der nächste Workshop der Hochwasserpartnerschaft findet am 17.09.2024 im Cloef-Atrium in Mettlach-Orscholz zum Thema Pfingsthochwasser 2024 statt. Wir wollen gemeinsam mit der saarländischen Wasserwirtschaftsverwaltung das Hochwasser aufarbeiten: Was ist gut gelaufen, hat sich bewährt – was ist schlecht gelaufen, muss verbessert werden? Wie können wir die Hochwasservorsorge in der Hochwasserpartnerschaft verbessern?

Bitte melden Sie sich über hpi@iksms-cipms.org an.

 

Der letzte Workshop der Hochwasserpartnerschaft fand am 14. März 2024 in Mettlach-Orscholz statt. Themenschwerpunkte waren das Hochwasser im Januar 2024, die Hochwassermeldedienste und die Starkregengefahrenkarten im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

 

Beim Workshop am 13. Juli 2023 berichtete Frau Dr. Gretzschel, MUKMAV, von laufenden Projekten des Ministeriums: unter anderem dem Beitritt zum Projekt KLIWA, der AG Notfallplanung Hochwasser und Starkregen, der Extremstarkregengefahrenkarte und einer grenzüberschreitenden Hochwasserübung mit Frankreich im Herbst 23. Fast alle Kommunen im Saarland sind inzwischen auf dem Weg zu einem kommunalen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept. Herr Jodes vom rheinland-pfälzischen Kompetenzzentrum Hochwasservorsorge und Hochwassrisikomanagment (KHH) berichtete vom Stand und Erfahrungen mit der Aufstellung und Umsetzung der Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte in Rheinland-Pfalz. 

Weitere Diskussionspunkte waren: 

In beiden Bundesländern müssen Gefahrenkarten und Vorsorgekonzepte bei Bauleitplanungen und Bauanträgen berücksichtigt werden.

Die Einrichtung von Notabflusswegen über Privatgrundstücke sind in Absprache mit dem Eigentümer möglich.

- Gewässerunterhaltungskonzepte sind wichtig, um kritische Punkte zu identifizieren und Unterhaltungsmaßnahmen zu planen und zu dokumentieren. Eine Integration in bestehende GIS-Systeme der Kommunen kann dabei hilfreich sein.

- Rückstausicherungen und andere bauliche Anpassungen sind ggf. bei Neubauten, aber auch im Bestand wichtige Bestandteile der Eigenvorsorge.

Nach der Pause setzte Herr Kinsinger, HPI, Impulse zu den Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Hochwasservorsorge: Gemarkungsübergreifende Zusammenarbeit sind in der Gewässerunterhaltung, der Hochwasservorsorge, der Öffentlichkeitsarbeit und der Gefahrenabwehr möglich und sinnvoll. Synergieeffekte können die Effizienz steigern. Diskutiert wurde, wie die Bürgerinnen und Bürger mit Themen der Hochwasservorsorge erreicht werden können. Möglich wäre Kampagnen, kommunenspezifische Flyer auf einer gemeinsamen Grundlage oder die Kopplung der Öffentlichkeitsarbeit mit Veranstaltungen oder Übungen. Die angespannte personelle Situation in vielen Kommunen steht jedoch vielen Aktivitäten entgegen. Ein Ausweg, z.B. für die Gewässerunterhaltung kleiner Gewässer wäre eine Schulung interessierter Menschen aus der Verwaltung oder der Bevölkerung.

 

Der vorletzte Workshop der Hochwasserpartnerschaft fand am 28.11.2022 im Cloef-Atrium, Mettlach-Orscholz statt. Neben Informationen aus dem MUKMAV war am 28.11.22 die Hochwasservorsorge am Gewässer Thema. Es wurden Bedarfe, Lösungen und Maßnahmen ermittelt und diskutiert. Die Auswertung der Abfrage läuft und wird Grundlage der Themenplanung für die nächsten Workshops sein.

Am 8. März 2023 fand die konstituierende Sitzung der AG Notfallplanung statt. Ziel der AG ist die Erstellung einer  Handreichung für die Verbesserung der Notfallplanung für Hochwasser und Starkregen in den Gemeinden.

Am 8.4.2022 trafen sich die Partner der Hochwasserpartnerschaft in einer Videokonferenz und diskutierten Konsequenzen aus der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vom Juli 2021 und Verbesserungen der Notfallplanung für Hochwasser- und Starkregenereignisse. Zum Thema Notfallplanung für Hochwasser- und Starkregenereignisse wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine entsprechende Vorlage für saarländische Gemeinden erarbeiten soll.

 

Hauptthemen der bisherigen Veranstaltungen in der Hochwasserpartnerschaft waren:

  • Hochwasserinformation und -vorhersage
  • Alarm- und Einsatzplan im Hochwasserfall
  • Hochwasservorsorge und technischer Hochwasserschutz
  • Hochwasservorsorge in der Landesplanung und Bauleitplanung
  • Verhaltensvorsorge und Information der Bevölkerung
  • Hochwasserrisikomanagementplan
  • Starkregen / Sturzfluten – Was können die Kommunen tun?
  • Ausweisung von Überschwemmungsgebieten im Saarland
  • Starkregenvorsorge im Saarland
  • Hochwasserrisikomanagementplan
  • Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte